Schinkelaner Alferink ist neuer Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion

Die SPD-Ratsfraktion Osnabrück hat sich in ihrer konstituierenden Sitzung am 5. Oktober 2026 personell für die neue Ratsperiode aufgestellt. Einstimmig wählten die Mitglieder Robert Alferink zu ihrem neuen Vorsitzenden. Der 43-jährige Jurist übernimmt damit die Führung der sozialdemokratischen Ratsfraktion von Susanne Hambürger dos Reis.

Ebenfalls einstimmig wurde Susanne Hambürger dos Reis, im Beruf examinierte Krankenschwester, zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Mit dem Wechsel an der Spitze verbindet die SPD-Fraktion Aufbruch und Kontinuität. Hambürger dos Reis hatte nach sechs Jahren als Fraktionsvorsitzende bewusst entschieden, nicht erneut für das Amt zu kandidieren und den Weg für einen geordneten Übergang freizumachen.

Für die kommenden fünf Jahre verspricht Alferink eine klare, sozialdemokratische Handschrift der SPD-Fraktion im Osnabrücker Stadtrat. Bezahlbare Mieten, beitragsfreie Bildung, ein Fokus auf neue Arbeitsplätze und Unternehmensansiedelungen sowie gute Radwege und ein funktionierender ÖPNV sind die zentralen Schwerpunkte dabei. „Osnabrück muss eine Stadt sein, die für alle bezahlbar ist. Hier muss man gut wohnen, lernen, eine Familie gründen oder am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wir wollen eine moderne und wirtschaftlich starke Stadt – aber immer mit einem sozialen Kompass“, so Alferink.

Zum neuen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurde Heiko Panzer gewählt. Beruflich ist er in der Qualitätssicherung bei einem industriellen Maschinenbauunternehmen tätig und engagiert sich dort auch im Betriebsrat. Er betont: „Wir verbinden Erfahrung mit neuen Impulsen. Entscheidend ist nicht, wer welches Amt innehat, sondern was wir gemeinsam für die Menschen in Osnabrück erreichen.“ Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Timo Spreen verzichtete auf eine erneute Kandidatur.

Foto, v.l.n.r.: Jutta Schäfferling, Timo Spreen, Elena Moormann, Max Westendorf, Robert Alferink (Fraktionsvorsitzender), Heiko Panzer (stellv. Fraktionsvorsitzender), Kerstin Lampert-Hodgson, Volker Witte, Susanne Hambürger dos Reis (stellv. Fraktionsvorsitzende), André Klekamp

Wahlplakate aufgehängt

#AusLiebezuOsnabrück – So lauert der Slogan der SPD-Kampagne. Am am 13. September 2026 ist Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl und dieses ist ab sofort nun auch im Stadtbild sichtbar. Die SPD Schinkel wie auch die anderen neun Osnabrücker Ortsvereine waren am 12. Juli mit mehreren Teams unterwegs, um die ersten Plakate aufzuhängen. Mögen sie bis zum Wahltag unbeschädigt bleiben.

SPD Schinkel vor Ort

Im Frühjahr war die SPD sehr aktiv in den vier Stadtteilen: Neben Haustürbesuchen mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Robert Alferink gab es den traditionellen Osterstand in der Karwoche gefolgt von einer Baklava-Verteilung am Ay Markt. Natürlich war der Ortsverein auch wieder mit dem SPD-Kinderkarussell auf dem Stadtteilfest Schinkel vertreten. Die SPD war auch bei der Osnabrücker Tafel zu Besuch, bei der 100-Jahre-Feier des TSV Osnabrück sowie bei der beim „Tag der offen Tore“ der Freiwilligen Feuerwehr.

Politischer Aschermittwoch 2026

Am 18. Februar war es wieder so weit: Die SPD-Ortsvereine Osnabrück-Nord und Schinkel luden zum Politischen Aschermittwoch ein. Im gut besuchten Saal der Gaststätte „Zum Laubenpieper“ kam schnell Stimmung auf, als der Schinkeler SPD-Vorsitzende Dirk Koentopp bei seiner Begrüßung humorvoll auf die lange Tradition der gemeinsamen Veranstaltung der Ortsvereine einging und freute sich, dass so viele Gäste auch aus der Dodesheide den beschwerlichen Weg auf den Schinkelberg gefunden hatten.

Die Aschermittwochsrede hielt dieses Jahr SPD-Ratsherr und -Oberbürgermeisterkandidat Robert Alferink. In seinen launischen Ausführungen setzte er den Schwerpunkt auf die Osnabrück Ratspolitik und schonte dabei auch nicht den Koalitionspartner: „Aber man kann den Grünen nicht vorwerfen, dass sie keine Agenda, keine Ideen hätten. Nicht immer gut, oft auch komisch, aber sie haben Ideen.“ Das unterscheide sie wohltuend von der CDU, deren meistgehörter Satz „ich kann mit der Verwaltungsvorlage leben“ sei. Natürlich ging Alferink auch auf die Bewertung der Oberbürgermeisterin ein: So schlecht habe sie es doch nicht gemacht, wäre ja im Vergleich mit ihrem direkten Vorgänger Wolfgang Griesert richtig, aber sollte nicht der Anspruch an das Amt sein. Der Neumarkt, der Radverkehr, die Wirtschaft – viel Gerede, wenig passiert. Und junge Osnabrückerinnen und Osnabrücker erkennten sie sowieso nur mit Pfannenwender auf Instagram. – Deshalb: „Die SPD muss stärkste Kraft im Stadtrat werden und den nächsten Oberbürgermeister stellen!“ so endete die Festrede, die mit langem Applaus bedacht wurde.

Nach einem reichhaltigen Grünkohl-Büfett mit großem Lob an Gastwirt Frank Meier und sein Team läutete Volker Witte, SPD-Vorsitzender Osnabrück-Nord, den zweiten Programmteil des Abends ein und ließ keinen Zweifel an der hohen Motivation für den Kommunalwahlkampf 2026: „Wir sind heiß wie Frittenfett und das spüren die anderen.“

Heiko Schulze, Osnabrücker Historiker und Buchautor, las aus den Erinnerungen von Christian Ude, Münchens ehemaligen Oberbürgermeister. Kritisch und humorvoll wurde dabei den Genossinnen und Genossen der Spiegel vorgehalten, in dem der Ablauf einer Ortsvereinssitzung dargestellt wurde. So mancher Gast erkannte sich und andere Protagonisten wieder. Damit war ein Thema für den geselligen Ausklang bis spät in die Nacht gesetzt und alle waren sich einig: Nächstes Jahr wieder!

Gemeinsam stark im Osnabrücker Osten

Vier Tage nach der Listenaufstellung trafen sich zum ersten Mal die SPD-Kandidierenden der Wahlbereiche 1 und 2. Da die Liste im Wahlbereich 2 gemeinsam von den Ortsverein Darum-Gretesch-Lüstringen und Schinkel „bespielt“ wird, waren viele „neue Gesichter“ in der Q1 VfL-Fan-Tankstelle an der Bremer Straße. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde eine gemeinsame Ortsvereinszeitung für März geplant und die ersten Wahlkampftermine festgelegt. Die WhatsApp-Gruppe „1+2“ soll als Plattform für den Austausch genutzt werden.